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Würdige Kandidaten durften den erstmals von der OVAG ausgeschriebenen
und verliehenen Umwelt-und Innovationspreis entgegennehmen, wobei sowohl
der klassische Umweltschutz sowie technischer Fortschritt
Berücksichtigung fanden . Die Jury nämlich hatte sich entschlossen, den
Preis zu teilen. So gingen jeweils 2.500 Euro an die Firma Wisy in
Kefenrod und an die HGON-Wiesenvogelschutzgruppe Wetterau mit Sitz in
Florstadt.
"Wozu ein weiterer Umweltpreis?", hatte OVAG-Vorstand Rolf Gnadl in
rhetorischer Frageform an den Beginn seiner Begrüßung in der
Hauptverwaltung in Friedberggestellt. Keinesfalls wolle man in
Konkurrenz zu bestehenden, etablierten Auslobungen ähnlicher Façon
treten. Allerdings hätten zahlreiche Vertreter von Umweltverbänden die
OVAG aufgefordert, mit einem eigenen Wettbewerb "eine besondere Note" zu
setzen. "Schließlich unterstützen wir seit vielen Jahren den
Umweltschutz praktisch und ideell", verwies Rolf Gnadl. "Deshalb darf es
sich die OVAG erlauben, einen eigenen Wettbewerb auszuschreiben."
Für die Firma Wisy nahm Firmengründer Norbert Winkler persönlich den
Preis entgegen. "Das ist ja wie bei einem Fußballspiel", wunderte er
sich ob des Blitzlichtgewitters der Journalisten. Kein Wunder, denn das,
was Winkler einst erfand, hat weit über Deutschlands Grenzen Wellen
geschlagen. "Eine bahnbrechende Leistung, nämlich eine innovative,
wartungsarme, benutzerfreundliche Regenwassernutzung für den häuslichen
Gebrauch" habe Winkler entwickelt, begründete die Jury ihre
Entscheidung.
Einst habe er mit zwei Helfern begonnen, mittlerweile seien 35
Arbeitsplätze in Kefenrod geschaffen, hob Laudatorin Gila Gertz, frühere
Umweltdezernentin des Wetteraukreises, hervor. "Aufgrund eines
einzigartigen, patentierten Filtersystems, welches Norbert Winkler zur
Serienreife gebracht hat."
Die Wetterau gleiche in dieser Hinsicht einem gallischen Dorf, umschrieb
Laudator Gerd Bauschmann von der Staatlichen Vogelschutzwarte Hessen den
Verdienst des zweiten Preisträgers, der HGON-Gruppe Wiesenvogelschutz,
für die Ralf Eichelmann den Preis entgegen nahm. Gegen den Trend nämlich
sei es diesen Ehrenamtlichen gelungen, das Vorkommen bestimmter
Brachvögel in der Wetterau voranzutreiben. "Die Gruppe hat die
Wetterauer Auenlandschaft nachhaltig revitalisiert und mit ihrem
vernetzten Naturschutz erheblich aufgewertet", untermauerte die Jury ihr
Votum. "So haben vom Aussterben bedrohte Vogelarten wieder einen
Lebensraum erhalten:' In diesem Zusammenhang strich Bauschmann die
Zusammenarbeit der unterschiedlichen Naturschutzgruppen, der Staatlichen
und Ehrenamtlichen, von Landwirten und Kommunen heraus. "Man wird sich
einig."
Ein Lob sprach Gerd Bauschmann in diesem Zusammenhang der OVAG aus.
"Ohne deren Engagement wäre die Wiederansiedlung des Storches in der
Wetterau sicherlich nicht möglich gewesen." Klare Sache, dass das
Unternehmen den Preis auch für 2010 auslobt. |