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HITZKIRCHEN (pd). Ein wahrer Umwelt-Pionier ist Norbert WinkJer: Nach
seinem eigentlichen Berufsleben als Ingenieur startete der heute
82-Jährige im Jahr 1986 ein Unternehmen, das sich der Nutzung von
Regenwasser zur Weiterverwendung im häuslichen Gebrauch spezialisiert
hat. Er legte durch die Erfindung und Patentierung des Filtersammlers
den Grundstein des heutigen weltweit führenden Herstellerunternehmens
zur Regenwassernutzung. "Das ist toll, dass aus einer Idee ein solch
erfolgreiches Unternehmen wird", freute sich die Bundestagsabgeordnete
Nina Hauer (SPD) nach dem Besuch bei der WISY AG in Hitzkirchen.
Gemeinsam mit Erwin Reutzel vom Gemeindevorstand und dem Burgbrachter
Ortsvorsteher Herbert Gottschalk informierte sie sich über die Produkte,
die das Unternehmen vor allem in Deutschland, Belgien und Frankreich
absetzt.
"Aber auch die USA setzen zunehmend auf Regenwasser, um die
Trinkwasserressourcen zu schonen", erläuterte Winkler, der dem Thema
gerne mehr öffentliche Beachtung geben würde. Nach drei Jahren
Produktentwicklung zog er 1989 in ein ehemaliges Sägewerk ein und begann
mit einem Patent seine Produktion. Heute sind viele weitere Patente
hinzugekommen, bis zu 35 Mitarbeiter sind in der Metall- und
Kunststoffveredelung beschäftigt. Seit der Gründung ist das Unternehmen
nicht nur Hersteller, sondern auch einer der Motoren auf dem Sektor der
Regenwassernutzung in Deutschland und weltweit, wie zum Beispiel Asien
und Südamerika. Nicht allein deshalb ist das WISY-Konzept
"Regenwassernutzung mit System" ein Stück Firmenphilosophie und Programm
zur Sicherung der Wasserreserven auf dem Erdball geworden.
"Wir filtern Regenwasser und fangen es auf, so dass es im Haushalt
vielfältig verwendbar wird. Das Anwendungsspektrum reicht von der
Toilette über die Waschmaschine bis hIn zum Wässern des Gartens und der
Autowäsche. Auch in wasserintensiven Sportarten wie dem Pferdesport ist
es einsetzbar", erklärt Winkler.
"Da können Haushalte viel Geld einsparen und gleichzeitig etwas für die
Umwelt tun", sagte Nina Hauer, "die Ressource Wasser wird in den
kommenden Jahren knapper. Und weltweit ist sie ungerecht verteilt.
Zugang zu Wasser ist besonders in Afrika eine Entwicklungschance."
WinkJer bat Nina Hauer darum, in ihrer politischen Arbeit für die
Regenwassernutzung zu werben. Die Abgeordnete will Kollegen im
Umweltausschuss ansprechen. "Die Regenwassernutzung kann zu einem
wichtigen Segment bei der Versorgung armer Länder mit Wasser werden.
Nach der Wahl will ich außerdem Bundesministerin Heidemarie
Wieczorek-Zeul für einen Besuch im Unternehmen gewinnen", kündigte sie
an. |